Karate- philosophically

Der Maler und der Künstler

Der Kampfkünstler geht den Weg des Künstlers, der malt um sich auszudrücken und nicht um anderen zu gefallen. Wenn das der Fall ist, umso besser. Der Kampfsportler geht den Weg des Malers, der dinge malt, die den Auftraggebern gefallen. Er betreibt den Sport, damit Kampfrichter ihm gute Wertungen geben.  

Ego

Nimm dein Ego nicht mit ins Dojo. Jemand, der sein Ego mitnimmt, wird beschämt sein, wenn der Trainer in kritisiert. Jemand, der ohne Ego im Dojo ist, wird sich geehrt fühlen, wenn sich der Sensei die Zeit nimmt, zu kritisieren.

Qualität

Der Anfänger lernt die Techniken wie Buchstaben. Stimmt die Qualität, lernt er, sie in Sätzen zu verbinden. Der Fortgeschrittene kann damit große Essays schreiben oder sogar Bücher. Der Meister schreibt die kürzesten und schönsten Gedichte und sagt damit am meisten. 


Breiten- oder Leistungssport?

Immer wieder kommt es vor, dass jemand zögert, bei mir zu trainieren, weil die Person denkt, mein Training sei ausschließlich auf den Leistungssport ausgerichtet. Meine Antwort lautet dann: "Die Trainingsmethoden sind eigentlich nahezu identisch. Der Unterschied ist: wenn ich einen Breitensportler trainiere, versuche ich, ihm das Karate zu zeigen, das ihm gut gefällt. Trainiere ich einen Leistungssportler, zeige ich ihm das Karate, das den Kampfrichter gut gefallen sollte. Wenn jeder dann mit dem Karate glücklich ist, lernt man am besten."